– Andacht zum Buß- und Bettag –

Mittlerweile kennt jeder das Interview mit Torsten Knippertz, dem Schauspieler und Stadionsprecher von Borussia Mönchengladbach, der in der Rolle des Fußballers versucht, eine Antwort auf die unselige Frage der Journalisten nach dem verlorenen Fußballspiel zu geben.
„Ja, woran hat’s gelegen?“ hat sich sicher auch mancher gefragt, als die deutsche Fußballnationalmannschaft schon in der Vorrunde der WM ausschied.
„Ja, woran hat’s gelegen?“ – Bis heute gibt es auf diese Frage keine offizielle Antwort – und die Schoko-Pokale stehen in den Shops noch heute in den Regalen, denn keiner will sie haben – vermutlich nicht einmal geschenkt..
„Ja, woran hat’s gelegen?“ – Das ist eine gute Frage zum Buß- und Bettag; und eine gute Gelegenheit, nüchtern und ehrlich das eigene Leben zu betrachten.

Warum ist meine Beziehung so, wie sie ist? Habe ich vielleicht Anteile daran? Hat es am Ende doch an mir gelegen? Soll die Sache totgeschwiegen werden oder will ich ihn/sie um Entschuldigung bitten und so den ersten Schritt auf ihn/sie zugehen?
Das fängt zwar mit „Zerknirschung“ an, sprich: den berühmten kleinen Brötchen oder dem Sprung über den eigenen Schatten, aber ein einfaches „Es tut mir leid, entschuldige bitte!“ bietet die geniale Gelegenheit zum Neuanfang.
Wir könnten es zumindestens versuchen. So wie Gott auch den ersten Schritt auf uns zugegangen ist, als er in Jesus Christus Mensch geworden ist und uns die Hand zur Versöhnung mit ihm reicht, könnte uns das motivieren, es auch zu tun.
Sodass wir am Ende sagen können: Genau daran hat’s gelegen, dass wir wieder miteinander auf dem Weg sind.

Herzliche Grüße, Ihr Martin Benker, MilPfr.